Mittwoch, 17. September 2008

Halleluja - mir ist heute nach Singen zumute!

Der Stundenplan steht zu 99% (Mathematiker bitte nicht nachrechnen: von 21 Stunden sind 20 mehr oder weniger fixiert!).
Ich bin einfach dankbar - war auch überzeugt, dass auch heute noch Wunder geschehen. Nun bete ich nur noch, dass es nicht noch eine - für mich negative -Änderung gibt.

Heute hatte ich schon eine ganz nette Stunde in einer Kleinschule - gemeinsam mit der Katholischen Kollegin sind wir ins neue Schuljahr gestartet.

"Vom Anfang bis zum Ende hält Gott seine Hände über mir und über dir!
Er hat es uns versprochen, hat nie sein Wort gebrochen: `Glaube mir, ich bin bei dir!`
Immer und überall, immer und überall, immer ist er da!"

Das haben wir gesungen, das steht am Deckblatt des Religionsheftes. Das soll das Motto fürs Schuljahr 2008/09 sein.

Ich bin so dankbar, dass ich diese "Immer ist er da" dzt. einfach auch selbst spüren darf!

Montag, 15. September 2008

15. 9. 1990

Nein - ich hab mich nicht verschrieben. Ich weiß, dass heute der 15. 9. 2008 ist. Aber am 15. 9. 1990 ist Andreas geboren, mein jüngerer Sohn.
Das heißt, dass Andreas heute 18 Jahre alt ist. Irgendwie kann ich es fast nicht fassen. Nun bin ich wirklich Mutter von 2 erwachsenen Söhnen.....

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Hier ist Andreas im Sommer in Griechenland zu sehen....

Jedenfalls bin ich heute schon ein bisschen rührselig, ein bisschen "nah am Wasser gebaut", aber es nützt nichts - die Arbeit wartet.

Nach dem Geburtstagsfrühstück geht es in die Schule. Die HS+RS Stunden fehlen mir noch im Stundenplan. Optimalerweise sollten die beiden Schulen, die in einem Gebäude sind, 4 Stunden parallel legen. Wird nicht gehen.....
Der Stundenplanbauer der einen Schule erklärt, dass eigentlich nichts geht.....
Ich verabschiede mich mit den Worten: "Aber ich hoffe auf ein Wunder....!" Das tue ich wirklich - es wird sich auch heuer alles wieder so ergeben, dass es passt.

Fahre an eine Nebenschule - bringe die 2 Stunden, die noch nicht eingeteilt waren, gut unter. Halleluja!

Dann die erste richtige Unterrichtsstunde in dieser Woche.
Volksschule. Normalerweise 5 Kinder aus 3 Klassen. außerdem sitzen noch 3 Kinder dabei, die auf den Hortbus warten.

Die Stunde läuft gut - Kinder erzählen begeistert von den Ferien, wir starten mit unserem Thema: "Vom Anfang bis zum Ende hält Gott seine Hände über mir und über dir!"
Viel zu schnell vergeht die Stunde.

Ich suche hektisch meinen Schlüssel, finde ihn dann dort, wo er hingehört - in der Jackentasche. Möchte nichts wie heim, damit ich mich kurz hinlegen kann, denn inzwischen habe ich auch Kopfweh.

Die Direktorin fragt mich noch, ob die kleine tschetschenische Schülerin, die bei mir auf den Hortbus gewartet hat, eh in den Bus eingestiegen ist, ihr komme vor, dass sie nicht hinein ist.... Ich hab sie jedenfalls grad rausgehen sehen....

Als ich grad wegfahren will, steht die Kleine planlos am Straßenrand. Stehenbleiben - Warnblinkanlage rein - mit dem Mädel zur Direktorin. "Kannst du sie bitte in den Hort nachbringen?"
Gut, setze sie auf die Schultasche, schnalle sie an, bringe sie in den Hort.
Will sie dort abliefern - die im Hort sind sehr freundlich und nett, aber dieses Mädchen ist dort nicht angemeldet! Ich soll sie bitte wieder mitnehmen!

Ich - echt schon auf Nadeln - weil ich heute Nachmittagsunterricht habe und mich vorher noch hinlegen möchte wegen des Kopfwehs.... - rufe wieder in der Schule an, die Direktorin ist zum Glück noch da. "Was soll ich tun?" Wir einigen uns drauf, dass ich versuche das Mädel heimzubringen (schon beim Hinfahren zum Hort hat sie mir ihr Haus gezeigt!), wenn niemand daheim ist, bring ich sie in die Schule.

Die Kleine ist echt vif - sie zeigt mir ihr Haus, geht schnurstracks zur Wohnung - eine erleichterte Mutter macht auf. Sie spricht zwar kein Wort Deutsch aber man sieht ihr an, wie dankbar sie ist, dass ihre Kleine wieder da ist......

Auch das gehört offensichtlich zu den Aufgaben einer Religionslehrerin!

Mittwoch, 10. September 2008

Das Schuljahr ist schon mindestens 2 Wochen alt.....

..... so fühle ich mich.
Habe echt den Eindruck, dass die Schule schon wieder ewig läuft. Dabei ist heute erst der DRITTE Tag!!!

Naja, immerhin war ich schon in 13 meiner 14 Schulen, habe schon 12 Stunden fixiert. Der Stundenplan nimmt Dimensionen an!

Jetzt ist wieder Gottvertrauen angesagt. Denn meine beiden Brucker Hauptschulen "bauen" den Stundenplan. Ich hab da ganz konkrete Wünsche und Vorstellungen..... Noch jedes Jahr hab ich meine Stunden auf die Reihe bekommen..... Ich denke wieder an die Zusage gestern "Alle eure Sorgen werfet auch IHN; denn ER sorgt für euch...."

Heute war der Schulanfangsgottesdienst für die Haupt- und Realschulen. 4 Oberchaoten waren total auffällig und haben gestört. Wer leidet am meisten darunter? Die Anderen!

Der allergrößte Oberchaot ist ein wirklich armer Kerl. Er kann nicht anders. Er muss stören. Und er wird heuer wieder eine Klasse wiederholen, ist nun bereits fast 3 Jahre älter als seine MitschülerInnen....
Es braucht einen nicht zu wundern, wenn seine "Masche" Aufmerksamkeit zu bekommen, eine negative ist. Er hat es wohl nicht anders gelernt!
Ich habe mir nun vorgenommen, jeden Tag für ihn zu beten. Vielleicht ändert er sich - vor allem aber schaffe ich es vielleicht, ihm anders entgegen zu kommen.....

Montag, 8. September 2008

8. September 2008 Schulanfang!

Starte bereits in aller Früh in meine Stammschule. Dort gibts bad news - unser Direktor ist im Krankenhaus.
Seine Vertreterin kämpft sich tapfer durch den Schulanfang. Ist alles nicht wirklich einfach! Dazu kommt noch, dass auch der Lehrfächerverteilungsplan nicht eingehalten werden kann - es kommt ein anderer Lehrer als eigentlich eingeplant.... So ist alles noch offen.
Und der Chef im Krankenhaus...
Aber die Welt dreht sich weiter. Wir werden es gemeinsam schaffen!

Während der katholische Hauptschulgottesdienst stattfindet, gehe ich ins Pfarrhaus um alles für den Volksschulgottesdienst herzurichten.

Beamer ist bereits aufgebaut, ich schaffe es wieder einmal nicht, das Bild vom Laptop auf díe Leinwand zu bekommen.... Ich weiß, es gibt einen Knopf, auf den man drücken muss. Aber es funktioniert nicht....

Stoßgebete gen Himmel - immerhin bleibe ich ruhig.... Welch ein Glück, rechtzeitig kommt meine Freundin Renate - ihr gehört der Laptop. Zielsicher und ruhig drückt sie auf den richtigen Knopf (2x, nicht nur 1x, wie ich es immer getan habe..... ) und alles funktioniert blendend.

Halleluja!

Um Viertel nach 10.00 Uhr kommen die ersten Eltern mit ihren Kindern. Einige Taferlklassler. Einer - ganz extrem winzig - erklärt mir auf meine Frage, ob er sich auf die Schule gefreut hat: "Nein, ich hab mich zuerst nicht gefreut, aber es war dann nicht so schlecht! Und eines sag ich dir, in die Kirche mag ich eigentlich gar nicht gehen!"

Ich trags mit Fassung, nehme ihn mit Schmäh - und nach dem Gottesdienst meint er "Es war eh ganz schön!"

Thema des Schulanfangsgottesdienstes ist "Lasst uns gemeinsam das Geheimnis suchen" - die Kinder gehn gut mit, hören mit Begeisterung der Geschichte von Milli zu, der Pfarrer macht eine tolle Kurzansprache - die Erstklässler bekommen ihren Segen und ein kleines Geschenk - es ist ein gelungener Gottesdienst!

Taferlklassler-beim-Schulanfangsgottesdienst

Ich merke, die Freude auf die Arbeit mit den Kindern kommt von Stunde zu Stunde mehr!

Samstag, 6. September 2008

Noch 3 Tage,

dann beginnt das Schuljahr 2008/09!

Wunderschön waren sie, die Ferien! Ich habe viele Höhepunkte erlebt.

Zum Beispiel war ich am Hochschwabgipfel, einem Sehnsuchtsberg, auf den ich schon seit Jahren rauf wollte. Es war herrlich!

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Und wir waren in Griechenland - am Meer - Seele baumeln - lesen - entspannen - herrlich!

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Ja, jetzt könnte ich doch voller Elan ins neue Schuljahr gehen! Tja.....
Es gibt einfach Dinge, die am Schulanfang belastend sind.

Die 14 Schulen "unter einen Hut" bringen. Die Stundenpläne aufeinander abstimmen......

Aber ich habe bereits mit fast alllen Schulen Kontakt aufgenommen. Überall ist man mir sehr freundlich entgegen gekommen.

Auf meine Schülerinnen und Schüler freue ich mich schon wieder sehr.

Und ich vertraue auf das Wort, das mich an einem unserer letzten Urlaubstage so angesprochen hat: "Alle eure Sorgen werfet auf ihn, denn er sorgt für euch!"

Das will ich jeden Tag machen - zumindest will ich es versuchen!!!

Samstag, 28. Juni 2008

Projektwoche

In meiner Stammschule gibt es seit vielen Jahren in der vorletzten Schulwoche eine "Projektwoche".
Das heißt, dass der Unterricht aufgelöst ist, verschiedene Projekte angeboten werden und sich die Kinder zu 3 Projekten anmelden können - für eines dieser gewählten Projekte werden sie dann ausgewählt.

Ich habe ja außer meine Stammschule noch 13 weiter Schulen zu betreuen, daher mache ich bei dieser Projektwoche im Normalfall nicht mit.
Da aber im laufendenen Arbeitsjahr bei uns in der evangelischen Pfarrgemeinde ein Bibelgarten entstanden ist und geplant war, dort einen Lehmofen zu bauen, habe ich die Gelegenheit genutzt und mich mit dem Projekt "Lehmofenbau" beteiligt.

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12 SchülerInnen haben sich gemeldet, 11 davon waren letztendlich an 4 Tagen fleißig dabei.

Ich war ja nur "Hilfstschakel" - 2 Frauen aus unserer Gemeinde haben einen Kurs besucht, bei dem ein Lehmofen gebaut wurde und nun haben sie das, was gelernt haben, umsetzen können.

Zuerst musste der Lehm in ein altes Kinderplantschbecken geschaufelt werden, dann mit Wasser verdünnt und gestampft werden. Eine harte Arbeit! Doch den meisten Kindern machte das Gegatsche Spaß!


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Zuerst muss der Lehm mit Wasser verdünnt und kräftig gestampft werden.
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Eine Arbeit, die müde macht! Aber das Gatschen macht den meisten Kindern große Freude!

Das Fundament wurde gemauert, darauf kam ein Gestell aus Eisen, das dann mit Karton und Zeitungen ummantelt und später aufgemauert wurde. Dieser Lehm musste nun erneut gestampft werden, und zwar musste in den Lehm Stroh untergemischt werden. Wieder war Beinarbeit gefragt!

Ein Ofentürl wurde eingemauert und langsam nahm der Lehmofen Gestalt an!

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Nun hieß es den Ofen und den Kamin fertig aufzumauern, dann konnte bereits mit dem Verputzen begonnen werden.
Schließlich wurde der Ofen noch verziert und dann konnte er bereits das erste Mal eingeheizt werden!
Mit großer Freude wurde zum Schluss noch eine selbstgemachte Lehmofenpizza verzehrt - alle konnten mit Begeisterung ihr Werk bewundern!

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Kommentar eines Schülers: "So ein Projekt gibt es in den nächsten Jahren sicherlich nicht wieder!"

Da hat er Recht!!!

Freitag, 6. Juni 2008

Die Zeit verrinnt!

Wieder ist eine Woche um!
5 Wochen noch, dann gibt es große Ferien. Nein - gar nicht wahr. 4 Wochen sind es nur mehr. Unfassbar.

Ein Tag verfliegt schneller als der andere, meine Kraft ist allerdings auch schon ziemlich am Ende.
Die letzten Wochen waren sehr anstrengend, ich spüre, dass auch die Kinder keine Lust und keine Kraft mehr haben.

Der eigene Sohn "kämpft ums Überleben". In 3 Fächern muss er noch eine Prüfung machen bzw. eine Schularbeit schreiben und deutlich positiv sein, damit das Schuljahr positiv abgeschlossen werden kann.
So knapp war es noch nie.....
Die letzten Wochen habe ich sehr gelitten, aber inzwischen habe ich geschafft, dieses Thema abzugeben. Ich kann eh nichts tun. Ich kann ihn mental unterstützen, ich kann für ihn beten.
Aber lernen muss er selbst.
Und ich habe auch das Gefühl, dass er jetzt den Willen hat, wirklich positiv zu sein. Den Sommer will er sich nicht verhauen!

Der große Sohn hat auch etwas besonderes erlebt:
http://www.kleinezeitung.at/steiermark/bruckandermur/1310471/index.do

Dieses Erlebnis hat ihn schon sehr beeindruckt! Ich bin auch so dankbar, dass er als erstes einschneidendes Erlebnis so etwas erlebt hat und sich nicht mit einem Todesfall auseinandersetzen musste!

In der Schule heißt es nun, abzuschließen, Noten einzutragen, die Einladungen für die Schulschlussgottesdienste auszuteilen.... Der Unterricht löst sich auf, das heißt aber nicht, dass es weniger zu tun gibt.

Aber - wie heißt es so schön - "Alles hat seine Zeit!"

Donnerstag, 24. April 2008

.....und dafür bekommen Sie sogar noch Geld!

In der Früh erfahre ich, dass meine 5 Realschüler heute während der Religionsstunde eine Probe für die Projektpräsentation haben.
So bleiben mir noch die 2 Hauptschüler aus der anderen Schule.

Weil heute "girls day" ist und viele Mädchen heute mit dem Vater am Arbeitsplatz sind, ist S. auch nicht da. So bleibt mir heute nur Ch.

Er kommt freudestrahlend in die Klasse: "Heute bin nur ich da, heute können wir spielen!"
Zum Glück habe ich immer ein paar Spiele im Kasten, wir spielen Skip po. Es ist eine Mordsgaude.
Als es läutet, hat einmal er und einmal ich gewonnen.

Ch. verabschiedet sich, sagt: "Das war heute eine lustige Stunde. Und dafür bekommen Sie sogar noch Geld!"

Wo er recht hat, hat er recht!

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